Theodor Goldschmidt Realschule in Essen
  Medienkonzept
 

 

1.     Sächliche Voraussetzungen

 

1.1.        Die TGRS verfügt über zwei Informatik-Räume, deren Hardware im November 2011 von der Stadt Essen komplett erneuert wurde.

1.1.1.   Informatikraum 1 (R21)

 Der Raum ist ausgestattet mit insgesamt 19 Schülerarbeitsplätzen, bestehend aus Rechner (RCP Attitude Intel Core i3-540 DVD-ROM), 19“-TFT-Monitor, Tastatur und Maus. Der Lehrerarbeitsplatz verfügt zusätzlich noch über einen Flachbettscanner.

 

1.1.2.   Informatikraum 2 (R22)

 Der Raum verfügt über insgesamt 15 Schülerarbeitsplätze, ausgerichtet für jeweils zwei Schülerinnen / Schüler, und über einen Lehrerarbeitsplatz. Die Ausstattung entspricht der des Raumes 21.

 

1.1.3.   Beide Informatikräume sind miteinander vernetzt. In jedem Raum gibt es einen Beamer nebst dazugehöriger Lautsprecheranlage sowie einen Laserdrucker. Die Computer verfügen über eine leicht zu bedienende pädagogische Oberfläche. Die Bildschirmbilder der Schülerinnen und Schüler werden direkt zum Lehrer-PC übertragen. Die Lehrerin / Der Lehrer kann einzelnen Schülerinnen und Schülern bzw. Gruppen Programme zuweisen. Schriftliche Überprüfungen können in einem abgesicherten Klassenarbeitsmodus durchgeführt werden. Über das Betriebssystem Windows XP haben alle Rechner Zugriff auf die Software (Microsoft-Office-Paket 2003, Adobe-Photoshop 2, Gimp 2,  Dreamweaver 8, LLWIN 3.0, Scratch, diverse Lernsoftware für die Fächer Mathematik, Biologie und Englisch) und das Internet. Für die Prozessdatenverarbeitung stehen acht Baukästen der Firma Fischer-Technik samt Interface zur Verfügung. 

 

1.2.        Weitere Ausstattung mit Computern

 1.2.1.   Die Schule verfügt über vier Laptops, die von jeder Lehrkraft genutzt werden können. Außerdem gibt es drei Beamer, von denen zwei in den naturwissenschaftlichen Räumen zur Verfügung stehen. Ein weiterer Beamer ist flexibel in den Klassen nutzbar.

 

1.2.2.   Im Lehrerzimmer steht allen Lehrerinnen und Lehrern ein PC mit Internetzugang und Laserdrucker zur Verfügung.

 

1.3.        Weitere Medienausstattung

1.3.1.   Die Theodor Goldschmidt Realschule ist eine von bundesweit vier Schulen, die die Firma Evonik mit einer Cyber-Classroom-Station ausgestattet hat, zu der neben Hard- und Software - und den erforderlichen 3D-Brillen - auch mehrere neu entwickelte Lern-Module gehören. In die (Weiter-)Entwicklung der Inhalte wurden und werden die beteiligten Schulen einbezogen. Die Cyber-Classroom-Station befindet sich im Erdgeschoss, ist fahrbar angebracht und kann in den Unterrichtsräumen des Erdgeschosses (Chemieraum, Physikraum, Klassenraum 4) eingesetzt werden.

 

1.3.2.   In jedem Klassen- und Fachraum befindet sich ein Tageslichtprojektor. Die Projektoren stammen zum einen Teil von der Stadt Essen. Die anderen wurden uns von zwei Firmen kostenlos zur Verfügung gestellt, die ihren Gerätepark umgestellt haben.

 1.3.3.   Die Schule verfügt über vier TV-Geräte nebst dazugehöriger Videogeräte und DVD-Playern.

 1.3.4.   Hauptsächlich für den Bereich Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) verfügt die Schule über acht Rekorder (CD und MP-3).

 

2.     Personelle Voraussetzungen

 

An der Theodor Goldschmidt Realschule gibt es zwei Lehrer, die langjährige Erfahrung im Bereich Informatik haben und als Systemadministratoren ausgebildet sind. Beide Fachlehrer haben vor Jahren den Zertifikatskurs Informatik erfolgreich abgeschlossen und haben sich seither wiederholt in unterschiedlichen Bereichen fortgebildet.

Eine weitere Kollegin nimmt im Schuljahr 2012 / 2013 an einem Zertifikatskurs Informatik teil.

Fast alle Kolleginnen und Kollegen verfügen über gute bis sehr gute  Kenntnisse im Bereich der Textverarbeitung, Internetnutzung sowie der Tabellenkalkulation. Durch mehrere bedarfsgerechte Fortbildungen ist fast allen Kolleginnen und Kollegen ermöglicht worden, die Computer im Unterricht zielorientiert einzusetzen. Die Themen der Fortbildungen waren zum Beispiel „Umgang mit dem schuleigenen Netzwerk“, „Power-Point-Präsentationen im Unterricht“, „Power-Point – Fluch oder Chance?“ und „Dyna-Geo“.

3.     Medienkompetenz

Wir leben in einer von Medien und Informationstechnologien geprägten Welt. Es ist eine Aufgabe der Schule, die Schülerinnen und Schüler zu einem sachgerechten und verantwortlichen Umgang mit den neuen Medien zu befähigen.

Beim Übergang in die Arbeitswelt stellen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der neuen Medien eine entscheidenden Schlüsselqualifikationen dar.  Aber auch der kritische Umgang und die zielgerechte Nutzung sind für die für die Jugendlichen zunehmend wichtig, um im gesellschaftlichen Leben zu Recht zu kommen.

Folgende Kompetenzen müssen deshalb im Unterricht angestrebt werden:

Medien anwenden und kennen

Medien gestalten

Medien kritisch reflektieren

Medien für bestimmte Zwecke auswählen

Grundkenntnisse am PC (Geräte nennen und anwenden)

Texte produzieren und gestalten

eigenes Medienver-halten beobachten und analysieren

zielsichere Internetre-cherchen

Lernen am und mit dem Medium; Nutzung von Lernsoftware

Grafiken einbinden; Bildbearbeitung

Risiken von Medien erkennen

verschiedene Informationsquellen kritisch vergleichen und angemessen nutzen

rechtliche Bestimmungen kennen

Datenerfassung und Aufbereitung

verantwortungsvoll mit Medien umgehen

selbstständiges Lernen anregen

Textverarbeitung / Formatierung; Word; Excel; Power-Point

Präsentationen anfertigen und nutzen

zielorientierter, selbstbestimmter Umgang mit Medien

Nutzung im Rahmen der Berufswahlorien-tierung

Kommunikation via eMail

Animationen anfertigen und nutzen

Muss es der Computer sein? (Umgang mit herkömmlichen Medien)

Steuern und regeln mit dem Computer

à Klasse 5/6

à bis Klasse 8

à bis Klasse 9

à bis Klasse 10

4.    Organisation

Der Informatikraum 1 steht vorrangig den Neigungsdifferenzierungskursen Informatik und Technik zur Verfügung. Da in den Kursen in der Regel maximal 19 bzw. 16 Schülerinnen und Schüler sind, hat jede Schülerin / jeder Schüler einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung.

Der Informatikraum 2 steht allen Lerngruppen offen. Durch die Anordnung der Tische ist es möglich, dass Klassen mit bis zu 32 Jugendlichen den Raum nutzen können. Die Arbeit ist dann in Zweiergruppen möglich.

Ein wöchentlicher Belegungsplan, der im Lehrerzimmer aushängt, zeigt, wann welcher Raum durch wen genutzt wird. Auch die freien Stunden im IFR 1 können genutzt werden.

5.    Der Ist-Zustand

Die beiden Informatikräume sind sehr gut ausgelastet. Fast alle Lehrkräfte nutzen die Räume im Rahmen des Fachunterrichts. Notwendige Lernsoftware wurde in den letzten Jahren durch die Stadt Essen, von der Schule aus dem Etat für Lehr- und Lernmittel und vom Förderkreis angeschafft.

In folgenden Fächern werden die Informatikräume regelmäßig genutzt:

Informatik, Technik, Mathematik, Deutsch, Erdkunde, Politik, Sozialwissenschaften, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie, Englisch, Französisch

Der Informatikunterricht beginnt in der fünften Klasse. Die MINT-Klassen haben mindestens eine Stunde Informatik fest im Stundenplan verankert. Aber auch die anderen fünften Klassen haben Informatik: Bei entsprechender Lehrerstundenzahl in der Regel eine Wochenstunde. Ist das nicht möglich, haben sie halbjährlich Informatik bzw. Technik im Wechsel.

Bereits ab Klasse 5 werden Lernprogramme in verschiedenen Fächern genutzt. Außerdem erwirbt jede Schülerin / jeder Schüler einen Computer-Führerschein.

Ab Klasse 7 können interessierte Schülerinnen und Schüler das Neigungsfach Informatik wählen, das mit vier Wochenstunden unterrichtet wird.

Ab Klasse 8 wird nach Möglichkeit eine zusätzliche Informatik-AG angeboten.

Die Inhalte / Kompetenzen des Faches Informatik und die Nutzung  in allen Fächern sind in den schuleigenen Lehrplänen festgeschrieben.

6.    Der Soll-Zustand

 Es wäre wünschenswert, die Rechner in beiden Informatikräumen auf ein aktuelleres Betriebssystem bzw. Office-Paket umzustellen. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Essen ist hiermit jedoch in der nächsten Zeit nicht zu rechnen. Aus denselben Gründen ist das Ziel einer sicheren WLAN-Verbindung für das gesamte Schulgebäude in absehbarer Zeit ebenfalls nicht finanzierbar. Nur mit dieser Voraussetzung wäre es möglich, in jedem  Klassenraum mindestens einem PC / Laptop mit Zugang zum Internet  zu nutzen.

 

Nachwort

 Ziele unseres Medienkonzeptes sind die Förderung handlungsorientierten Unterrichts und die Schaffung einer neuen Möglichkeit zum selbstgesteuerten Lernen. Die Methodenvielfalt im Unterricht wird erhöht. Keinesfalls ist es Absicht, auf  traditionelle, bewährte Methoden zu verzichten.

Unterricht muss nicht gut sein, nur weil er Neue Medien nutzt!